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Gestern war es endlich wieder soweit. Nach langer Durststrecke zog ich mit meinem Freund Michi mal wieder los. Ziel war der Osterfelder. Treffpunkt kurz vor 16 Uhr. Die Mission hieß Sterne fotografieren.
Bevor es aber los ging verabschiedete ich pünktlich um 15 Uhr von meinen Kollegen in der Arbeit. Eilig gings nach Hause. Kamera und Stativ einpacken, Skiklamotten an und ab zur Osterfelder Bahn.
Oben angekommen gabs dann auf gut 2000m Seehöhe noch einen wärmenden Tee und kurz darauf hieß es dann „Wir sperren jetzt zu…“ Gut. Dann konnte es jetzt losgehen.
Der Sonnenuntergang war gerade vorüber und wir konnten die ‚blaue Stunde‘ für einige Panoramas und Selbstportraits nutzen. Gerade die Alpspix (Panoramaplattform) bot dafür die perfekte Location.
Leider wurde der Wind immer stärker und damit auch die gefühlte Temperatur. Trotzdem, die nun fahrenden Pistenraupen mussten natürlich festgehalten werden.  Letztlich mussten wir warten bis diese Ihre Präparierung beendet hatten, da diese oftmals mit Seilwinde präparieren. Eine Abfahrt zu gleicher Zeit wollten wir nicht riskieren und wird auch nicht allzu gern von den Fahrer gesehen.
Kurz nach Dämmerungsende war deren Arbeit getan und wir fuhren die ersten Meter hinab. Voller Euphorie versuchten wir gleich unterhalb der Bahn ein Foto zu schiessen. Bei mir blieb es leider beim Versuch, da der Wind und damit auch der Schnee recht heftig wurden. Durch windgepressten Tiefschnee gings wieder zurück auf die Piste mit dem Ziel Bergwachthütte (oberhaöb Bernadein).
Dort angekommen waren wir sehr erfreut über die Windstille. Also Stativ aufgbeaut und los gings. Die Motive schienen endlos. Was am Tag relativ langweilig wirkt, kommt in der Nacht mit Sternenhimmel richtig spektakulär.
Eine gute Stunde später, mit vielen Fotos im Gepäck gings an der Hochalm vorbei richtung Kreuzeck. Auf dem Ziehweg erinnerte ich mich dass kurz vor Neun der Mond aufgehen sollte. Und siehe, beim Blick richtung Osten sah ich auch schon etwas. Wie ein glutroter Sonnenuntergang ging der Mond überhalb des Karwendels auf. Hätte nie geglaubt, dass der Mond so ein warmes Licht zeigt. Dieses Schauspiel wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
In der Freude über das eindrucksvolle Schauspiel, passierten mir jedoch 2 dumme Sachen. Ich spürte die Zehen meines rechten Fußes nicht mehr. Durch das viele Laufen im Tiefschnee kam Schnee in den Schuh und meine Socken waren pitsch nass. Zudem hatte ich mir vor vielen Jahren schon mal eine Erfrierung an den Zehen zugezogen. Irgendwie fühlte ich mich jetzt nicht mehr so wohl, aber 1 Aufnahmeserie musste es noch sein. Dazu wechselte ich das Objektiv und passierte mir ein weiteres Missgeschick. Beim Objektivwechsel brach ein Kontaktpin ab. Der elektrische Kontakt zw. Kamera und Objektiv funktionierte damit nicht mehr.
Etwas angeschlagen von eiskalten Füssen gings dann schlussendlich über die traumhaft präparierte Olympia-Piste Richtung Ausgangspunkt an der Talstation der Osterfelder-Bahn.
Damit war der 1. Fotoausflug in 2012 beendet und wir fuhren zufrieden (und ich wieder mit warmen Füßen) nach Hause.
Die entstandenen Fotos werde ich nach und nach unter diesem Blogbeitrag posten.

  • Meine schönsten Momente
    Meine schönsten Momente
  • Ein perfekter Abend
    Ein perfekter Abend
  • Wank im Herbst 2012
    Wank im Herbst 2012
  • Biwak unterhalb der Alpspitze
    Biwak unterhalb der Alpspitze

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