Kramer2

Nachdem ich letzte Woche endlich das Equipment für ein Biwak zusammen hatte, wollte ich nicht länger warten und zog noch am Abend nach der Arbeit los. Ziel war der Kramergrat und die Aufgabe hieß: Sternenfotos.

Den ganzen Tag wechselten sich Regen mit Sonnenschein ab und ich hatte mein Vorhaben eigentlich schon aufgegeben. Als um halb7 die Sonne nochmal raus kam wollte ich es wissen. Den gepackten Rucksack (15kg??) auf die Schulter und mit dem Radl an den Fuß des Kramers. Schnell gings los Richtung St. Martin Hütte, dann weiter auf dem Weg zum Königstand, bevor es dann links abzweigte Richtung Kramer.

Die letzten 20min hatten es echt in sich. Nur mit Magnesium-Tabletten und Snickers konnte ich mich einigermaßen so über Wasser halten und ich war echt froh als ich den Grat erreichte. Nicht so glücklich machte mich jedoch das Wetter. Im Ammertal zogen bedrohlich dunkle Wolken auf.
Also schnell das funkelnagelneue Zelt aufgebaut, Schlafsack und Isomatte ausgepackt und erst mal entspannen. Aus der Entspannung wurden doch mehrere Stunden. Um 3 Uhr morgen wachte ich auf, sah aus dem Zelt und zu meiner Überraschung hatten wir einen astreinen Sternenhimmel. Durch die gefühlten 100% Feuchtigkeit war die Luft zwar sehr diesig, aber bei der Anstrengung konnte ich nicht einfach so im Zelt liegen bleiben.

Inzwischen klappen die Vorbereitungen für die Aufnahmen, auch im Dunklen, recht schnell und kurz später landete die erste Serie Sternenfotos auf der Speicherkarte. Für ein Sternenfoto brauche ich ca. eine halbe Stunde, bzw. die Kamera macht zwischen 20 und 30 Aufnahmen à 30 Sekunden (+ weitere 30 sek. Rauschunterdrückung). Dank dem Zelt kann ich es mir nun in dieser Zeit im Schlafsack gemütlich machen.

Sternenhimmel über dem Ammertal


Sternenhimmel über dem Kramer


Das Zelt musste als Model herhalten


Garmisch in den frühen Morgenstunden


Um 5 Uhr dämmerte es schließlich und kurz später wärmten mich schon die ersten Sonnenstrahlen.
Nach Landjäger und Snickers als Frühstück packte ich zeitig meine Sachen und zog los zum zweiten Etappenziel (Kramerspitz). Leider war der Gipfel in Wolken und nach einer kurzen Pause machte ich mich an den Abstieg über die stepbergalm und den Kreuzweg, zurück zum Ausgangspunkt am Leitle.

Kurz vor der Kramerspitz


Viel Kraft hatte ich letztlich nicht mehr in den Beinen als mittags zu hause ankam.
Die Tour wird mir aber immer in Erinnerung bleiben, auch weil es mein 1. richtiges Biwak war und bestimmt nicht mein Letztes. Neue Touren hätte ich sachon viele geplant. Mal schauen, wann die nächste folgt.
Vielen Dank für’s lesen & Berg heil!

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